Honig für Kunst und Gesellschaft im Brotmuseum Ulm
Mi, 15.07.2026
Menschen sind seit vielen Jahrhunderten mit Bienen verbunden. Honig und Wachs waren in der Geschichte luxuriöse Produkte und sind bis heute hochgeschätzt. Dass und wie Bienen in Völkern zusammenleben und auf beeindruckende Weise miteinander kommunizieren, lässt uns staunen. So rangiert die Biene als Sympathieträgerin unter den Insekten, und das viel zitierte „Bienensterben“ ist zur Metapher einer sterbenden Umwelt geworden.
Den Kern der Ausstellung bildet die private Kunstsammlung Kraft aus Köln. Sie versammelt Werke von Joseph Beuys und seinen Zeitgenossen wie Michael Buthe, Hede Bühl und Felix Droese. In Beuys‘ gesamtem Werk spielen Bienen und ihre Erzeugnisse eine wichtige Rolle. Sie stehen für Energie, Nahrung und Wärme. Und damit nicht nur für Naturverbundenheit, sondern für ein nahrhaftes soziales Miteinander-Denken und -Handeln. So sagt Beuys: „Die menschliche Fähigkeit ist nicht Honig abzugeben, sondern zu denken, Ideen abzugeben. Das wird hier parallel gesetzt“.